Martin Black – Szene Konzerte, Promobilder und alternative Modelle

Bilder von Solar Fake am 26.05.11 auf dem Blackfieldfestival in Gelsenkirchen

Bilder von Solar Fake am 26.05.11 auf dem Blackfieldfestival in Gelsenkirchen

Biografie
Mit “FRONTIERS” legt der Electro- Act um Sven Friedrich ein wirklich außergewöhnliches Werk vor. Zwar sind seit Erscheinen des Debut- Albums “Broken Grid” bereits 3 Jahre vergangen, wer jedoch Svens gesamtes Schaffen verfolgt, konnte sich die Wartezeit mit der “Resigned E.P.” (2009) von SOLAR FAKE und dem Album “Whiteout” (2010) von Zeraphine aufs angenehmste verkürzen.
Nicht zuletzt durch eine Support- Tour mit VNV Nation und zahlreiche Festivalauftritte machten SOLAR FAKE auf sich aufmerksam und es eröffnete sich ihnen ein zahlreiches und stetig wachsendes Publikum, auch außerhalb der Zeraphine- Fangemeinde.
Was sich auf “Broken Grid” und “Resigned” bereits angedeutet hat, findet nun in “FRONTIERS” eine gelungene Fortsetzung: treibende Beats und tanzbare Floorfiller verschmelzen mit großen Melodien, die man nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Svens Stimme zeigt sich facettenreich wie nie zuvor und trotzdem ist sie das Element, das die insgesamt 11 Tracks fast spielerisch miteinander verbindet.

Die Musik
Eines wird im Hause SOLAR FAKE nach wie vor groß geschrieben: Abwechslung! Hört man andere Alben dieses Genres weiß man meist nach ein, zwei Tracks, wie es für den Rest des Albums weitergeht. Anders bei SOLAR FAKE. Hier reicht die Palette über alle 11 Tracks. Das macht es auch schwierig, sie stilistisch eindeutig zu kategorisieren. Sven: “Ich mag einfach zu viele Richtungen in diesem riesigen Bereich der elektronischen Musik, um mich auf eine davon zu beschränken. Das wäre schade und irgendwie auch zu langweilig. Ich will keine Kompromisse eingehen. Die einzige Beschränkung, die ich mir selbst auferlegt habe ist, dass alles außer dem Gesang synthetisch erzeugte Sounds sein müssen.”
Einige Songs erinnern etwas an das Debut- Album, den vielleicht ‘typischen’ SOLAR FAKE Sound (‘Under the skies’, ‘Pain goes by’, ‘More than this’), wobei auch hier eine deutliche Weiterentwicklung im Sound und in den Arrangements zu finden ist. Alles wirkt frischer und man bekommt Lust, zu tanzen. Außerdem gibt es ein an LoFi- Electropunk erinnerndes, treibendes ‘No apologies’, ein an die 80er Jahre angelehntes wunderschönes ‘Where are you’, eine Pianoballade, deren Umgebungsgeräusche an die Hochzeit der Nine Inch Nails erinnern (‘The line of sight’) ein unerwartet aggressives, böses und verzerrtes ‘Until I’m back’, den meiner Meinung nach absoluten Industrial- Clubhit ‘Parasites’ und noch Songs, die in sich mehrere Stile vereinen, meist mit geschrienem, verzerrten und bissigem Refrain (‘Why did I raise the fire’, ‘The rising doubt’). Für ihre Coverversionen werden SOLAR FAKE ohnehin geliebt und so findet sich eine großartig energiegeladene Version von Talk Talks ‘Such a shame’ ebenfalls auf “FRONTIERS”.
Gerade bei den zerrigen und aggressiven Tracks fragt man sich, woher der eigentlich so nette und zurückhaltende Sven Friedrich die ganze Wut und den Zorn hernimmt, um diese Passagen derart umzusetzen.
Als Fazit kann man sagen, dass dieses Album nie langweilig wird, man ständig angenehm überrascht wird und man fast den Eindruck bekommen kann, man hört eine Compilation. Trotzdem wirkt alles wie aus einem Guss, was nicht zuletzt an der unverwechselbaren Stimme Sven Friedrichs, seinem Händchen für großartige Melodien und auch an der wirklich gelungenen Produktion liegen mag.

Die Texte
Man kann wohl nicht erwarten, von Sven Friedrich einen positiv gestimmten Text zu lesen. Aber warum auch? Sven: “Ich schreibe über Dinge, die mich sehr intensiv beschäftigen oder fertig machen. Und das sind meist negative Erlebnisse oder Ereignisse. Positives versuche ich zu genießen und über alles andere schreibe ich Texte.”
So geht es vorrangig um ausweglose Situationen und die verbleibenden Wege, zwischen denen man sich entscheiden muss, um (natürlich negative) Eigenschaften von Menschen. Sven erschafft surreale Welten, die im Zusammenklang mit der Musik völlig normal erscheinen. Er bleibt dabei aber angenehm weit entfernt von Herzschmerz, Drama und Selbstmitleid.
‘Parasites’ fällt auch hier etwas aus der Reihe, denn es besteht aus einer Aneinanderreihung von ‘no’s. Hier kehren sich die Perspektiven ständig um und was man zunächst für platt halten könnte, entpuppt sich nach etwas eingehender Beschäftigung als eine sehr interessante Art der Gesellschaftskritik.

Das Artwork
SOLAR FAKE haben für “FRONTIERS” mit Christian Ruhm zusammengearbeitet. Er zeichnete schon für das finale Album der Dreadful Shadows “The Cycle” verantwortlich. Zusammen mit Christian Ruhm arbeitet Sven gerade an einem Bildband namens “Your hell is here”, der sehr morbide Fotografien mit Svens Texten vereint. Dieses Buch erscheint voraussichtlich im Juni 2011.
Aus dieser Zusammenarbeit entstand auch das Grundkonzept für das “FRONTIERS” Artwork. Ausgewählte Fotos und auch die Portrait- Aufnahmen vereinen sich zu einem Gesamtkunstwerk und schließen einen Kreis mit “Your hell is here”

Live
Wer SOLAR FAKE schon einmal live gesehen hat weiß, dass tolles Entertainment ohne viel Schnickschnack geboten wird. Sven und Keyboarder Frank übertragen alle Spielfreude dieser Welt schon mit den ersten Klängen auf ihr Publikum, ohne sich dafür merkwürdige Kostüme anziehen zu müssen. Die spätestens mit der letzten Zeraphine- Tour deutlich gestiegenen Entertainment- Qualitäten von Sven bestimmen nun auch die Pausen zwischen den SOLAR FAKE Songs. Auf die Videoprojektionen aus den Anfangstagen hat man in letzter Zeit meist verzichtet. Sven: “Entweder es war technisch nicht möglich, oder wir haben schon neue Songs gespielt und hatten dafür einfach noch keine Videos. Wir wollen aber bis zur Veröffentlichung des Albums für alle Songs wieder Visuals machen.”
Wenn die Songs von “FRONTIERS” in ihren Studioversionen schon so viel Lust auf Tanzen machen, werden die künftigen Konzerte sicher schwer zu toppen sein.
Thomas K.
Quelle: Solar Fake
Akteulle CD: Solar Fake auf Amazon
Weiter Bilder: www.Art-in-Black.de





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